Schweizermeisterschaft

  Als Vorbereitung auf die SM spielte ich vor einer Woche ein Turnier in Reinach AG. An Nummer zwei gesetzt überstand ich die ersten zwei Runden einigermassen problemlos. Im Halbfinal gegen Justin Lenders musste ich jedoch zweimal in den  Tiebreak, obschon ich in beiden Sätzen mit Break führte. Nach zum Teil auch glücklicher Abwehr von mehreren Satzbällen, setzte ich mich aber doch noch durch.

  Im Final stand mit Jonas Schär die Nummer eins des Turniers gegenüber. Ich versuchte von beginn weg mit aggressivem Spiel die Initiative zu übernehmen, was mir auch gut gelang. Nach einem Break zum 3:2 im 1. Satz wurden meine Returns immer besser und Jonas hatte zunehmend Mühe entgegen zuhalten. Plötzlich lief es einfach und ich konnte beinahe spielen, was ich wollte, es gelang. Mit 6:2/6:2 holte ich mir den Turniersieg und eine grosse Portion Selbstvertrauen für die bevorstehende Schweizermeisterschaft.

  Direkt im Hauptfeld stehend, spielte ich meine erste Begegnung am Mittwoch gegen Nicola Senn. Ich startete wiederum aggressiv ins Match. Weil mein Gegner viele Fehler beging, versuchte ich, bereits in Führung liegend, den Ball im Spiel zu halten. Den ersten Satz gewann ich damit 6:2. Im zweiten Umgang nahm Senn etwas Tempo raus und beging deutlich weniger Fehler. Trotzdem holte ich mir auch den 2. Satz und gewann letztendlich 6:2/7:5.

  Im Achtelfinal hiess mein Gegner Hugo Ouzilou. Nach einem schwachen Start stand es bald 1:4. Ich musste etwas ändern und versuchte den Ball vermehrt im Spiel zu halten. Damit holte ich den Rückstand auf und führte gar mit einem Break zum 5:4. Bei eigenem Aufschlag unterliefen mir dann aber wieder unnötige Fehler. Letztendlich ging es in die Verlängerung. Dort spielte Hugo stabiler und holte sich den Satz. Im zweiten Durchgang kassierte ich Mitte des Satzes ein Break und konnte nicht mehr reagieren. 6:7/6:4 hiess das Schlussresultat.

  Im Doppel spielte ich mit meinem Trainingspartner Janis Simmen. Im Viertelfinal hiessen unsere Gegner Lanz/Ouzilou. Wir wollten aggressiv spielen und die Ballwechsel bestimmen. Wir schlugen beide sehr gut auf und retournierten auch sehr gut. Das brachte uns die entscheidenden Vorteile. Mit 6:4/6:2 holten wir das Ticket fürs Halbfinale. Dort stand mit Wenger/Nikles das Team Nr. 1 gegenüber. Mit der gleichen Taktik stiegen wir in die Begegnung und erspielten uns sogleich drei Breakchancen, nutzen diese aber nicht. Wir hielten während des ganzen ersten Satzes gut entgegen, verloren ihn jedoch trotzdem 3:6. Auch im zweiten Satz hielten wir uns nicht zurück und gingen oft volles Risiko. Diesmal wurden wir belohnt, holten das Break und auch den Satz 6:3. Der Matchtiebreak musste entscheiden. Beim ersten Seitenwechsel lagen wir 4:2 in Führung. Die Routine der Gegner setzte sich dann jedoch durch. 7:10 bedeutete das Aus im Halbfinal. Wir zeigten jedoch ein gutes Spiel und können trotz der Niederlage zufrieden sein mit unserem Auftritt.

  Nun mache ich etwas Pause und spiele dann ende Jahr noch den Silvester-Cup in Derendingen.

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